Beyond Bars

18. September 2009

Fazit Scoopcamp und Handout

Gespeichert unter: infographics — themaastrix @ 10:54

Das war dann also das erste Scoopcamp – und damit auch gleich mein erster größerer Workshop in Journalistenrunde und einem „Lightning-Talk“ von Your’s Truly, inklusive Travolta-Slidewechsel-Tanzeinlage. Insgesamt: Nette Atmosphäre, interessante Gespräche, originelle Workshop-Räume im Museum in der Ballinstadt – allerdings war es ein wenig zugig, sodass mir zwei Teilnehmer wg. steifem Nacken abgesprungen sind ;-)

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(Workshop-Raum)

Wie versprochen, hier das PDF mit Links und Co Handout Scoopcamp und die Präsentation auf Slideshare, allerdings laufen die Videos offenbar nicht – bei Interesse einfach melden.

Für mich am spannendsten war der Vortrag von Andrian Holovaty mit seinem radikalen Anliegen, als Data-Journalist Informationen automatisierbar zu aggregieren und in Kleinsthäppchen dem User zur Verfügung zu stellen. Deckt sich absolut mit meinen Vorstellungen, er hat es beeindruckend u. A. am Beispiel everyblock.com durchdekliniert, wie Hyperlokalität und automatisierter Content zu nutzbarem Inhalt werden können. „Unser“ Parlameter könnte sich da beispielsweise RSS-Feeds für einzelne Abgeordnete und einzelne Gremien sowie eine offene API abgucken, mal schauen, was wir davon umgesetzt bekommen in der Zukunft.

Leider haben wir das von mir erhoffte Eierlegendewollmilchsau-Krisen-Infografik-Tool nicht entwickelt, hatten aber deutlich mehr zu besprechen als bei einem Kaffeeklatsch, schließlich habe ich ja öffentlich versprochen, dass ich ein neues Projekt beim ZDF anzuschieben versuchen werde. Etwas schade war, dass alle Workshops parallel stattfanden, sodass ich beispielsweise den Workshop von Sven und Markus nicht besuchen konnte.

Dank an Kalle und Sebastian von der dpa, und die Kollegen von Hamburg@work und Faktor3, sowie Wolle „Die Sonnenbrille“ Büchner, mit dem ich mich jetzt offenbar duze ;-)

6. September 2009

4=1 beim Scoopcamp

Gespeichert unter: 4=1, infographics, publicdata — joachimgo @ 12:44

Scoopcamp-LogoMarco Maas, Entwicklungsredakteur bei 4=1, wird beim 1. Hamburger Scoopcamp New Storytelling von Hamburg@work und dpa am 17.9.2009 einen Workshop zum Thema „Infografik in Interaction“ moderieren. Nähere Informationen hier.

Doch lieber keine Balken…

Gespeichert unter: infographics — joachimgo @ 12:18
Mopo-Umfrage

Mopo-Umfrage

Die Hamburger Morgenpost bringt einen doch hin und wieder zum inständigen Wunsch, dass man auf Visualisierung von Umfragewerten verzichten möge…

10. Juli 2009

Daytum: Mittags bei 4=1

Gespeichert unter: infographics — joachimgo @ 9:11

Nudeln
Persönliche Statistik à la Daytum: Was bei 4=1 auf den Tisch kommt…

9. Juli 2009

Speeddating, oder: Beziehungen qualifizieren und visualisieren

Gespeichert unter: 4=1, flex, infographics — joachimgo @ 12:04

relations2Now something completely different: Ein paar Worte zu Konzept und Durchführung eines Workshops, den wir kürzlich für einen Kunden moderiert haben.

Die Aufgabenstellung: Beziehungen zwischen mehreren Großprojekten innerhalb einer Firma sollen thematisiert werden; die Projekte sind vielfältig verbunden und voneinander abhängig; in einem Workshop-Teil sollten die Leiter dieser Projekte die Beziehungen und Abhängigkeiten erarbeiten und sich über deren Qualität klar werden.

Der Lösungsansatz: Gemeinsames Erarbeiten der Beziehungstypen, Speeddating und Visualisierung…

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5. Juli 2009

Saarland, mon amour (lie factor #2)

Gespeichert unter: infographics — joachimgo @ 2:04

Die Image-Broschüre Saarland extrem – Geschäftsbericht lag der Zeit und weiteren Printmedien bei und ist hier als PDF-Download verfügbar. Alles schön im Saarland, und extrem zentral, extrem unkompliziert und sogar extrem sinnlich…

Dieses extrem hübsche Gesamtbild stört eine kleine Infografik…

saar3

In 10 Jahren haben sich die Ausfuhren – grob – verdoppelt. Die Fläche, die diesen Sachverhalt visualisiert, ist aber ungefähr viermal so groß. Wie schon im Mathebuch der 7. Klassen nachzulesen: Die Kreisfläche ist proportional zum Quadrat des Durchmessers. Tufte-Lügenfaktor im vorliegenden Fall (1998 > 2008):

Lf(1998>2008) = FaktorDarstellung / FaktorSachverhalt = (14,2 / 6,7)^2 / (14,2 / 6,7) = 2,12

30. Juni 2009

In eigener Sache: Ein Grimme für das Parlameter

Gespeichert unter: 4=1, infographics — joachimgo @ 9:43

– Pressemitteilung 30.06.2009 –

Die Hamburger Multimedia-Agentur 4=1 hat mit dem ZDF-Parlameter den Grimme Online Award 2009 gewonnen.

ParlameterFür das ZDF hat die Agentur eine Web-Anwendung entwickelt, die die Arbeit der Abgeordneten im Bundestag transparent und nachvollziehbar macht. Nutzer können nachforschen, wie ihre Vertreter zu bestimmten Themen abgestimmt haben, zusätzlich können sie nach bestimmten Kriterien filtern, so zum Beispiel,  ob sich das Wahlverhalten je nach Geschlecht, Alter, Familienstand oder Bundesland unterscheidet. Die Hamburger haben das trockene politische Thema zu einer spielerisch bedienbaren Webanwendung aufbereitet, mit der der Nutzer das Abstimmungsverhalten der mehr als 600 Abgeordneten interaktiv erforschen kann.

Die Herausforderungen in dem Projekt schildert 4=1-Geschäftsführer Joachim Gola so:  „Einerseits haben wir es natürlich mit einer großen Materialfülle zu tun: Rund 200 namentliche Bundestagsabstimmungen pro Legislaturperiode mit detaillierten Informationen, das ganze für mehr als 600 Abgeordnete. Da stellte sich die Frage, wie man die Fülle attraktiv präsentiert. Aber noch wichtiger ist, dass wir den Nutzern ermöglichen, eigene Theorien aufzustellen und zu überprüfen: Stimmen Männer anders ab als Frauen? Gibt es Themen, wo die Einkommens- oder Altersgruppe der Abgeordneten Rückschlüsse auf das Abstimmungsverhalten gibt? Oder ist das alles egal, weil die Fraktionen doch immer en-bloc stimmen? Das ZDF-Parlameter gibt hier keine Antworten vor, sondern stellt die Werkzeuge bereit, mit denen sich jeder selbst mit diesen Fragen auseinander setzen kann“.

„Das Spielerische ist dabei wichtig. Wenn der Besucher eines Informationsangebots selbst beginnt zu forschen, haben wir es geschafft“, so Geschäftführer Matthias Oelmann. Bleiwüsten werden bei 4=1 nicht produziert, stattdessen setzt die Firma auf visuelle und interaktive Zugängen auch zu sperrigen Themen.

1700 Online-Angebote waren für den Grimme Online Award vorgeschlagen, 8 erhielten die begehrte Auszeichnung. „Im Politik-Sektor, so Online-Award-Referent Friedrich Hagedorn, hätten eher Themen außerhalb der anstehenden Wahlkämpfe die Nominierungskommission überzeugt. Dazu gehörten das „ZDFParlameter“, das in herausragender Gestaltung das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten transparent macht.“ (Grimme Pressemitteilung)

Über 4=1

„Wir machen Bilder aus Zahlen“ heißt seit 2005 das Firmenmotto: Infografik für Fernsehen und Internet bildet das zentrale Thema der Barmbeker Firma. Jenseits der Torten und Balken, die immer noch einen Großteil der Berichterstattung ausmachen, sieht die Firma einen wachsenden Markt für interaktive Infografiken, die Datenbestände intelligent erschließen und dem Nutzer ermöglichen, selbst zu forschen.

Die Schwerpunkte der Arbeit des 12-köpfigen Teams liegen in den Bereichen Infografik, Video und Content-Management. Als Komplettdienstleister betreut 4=1 u.a. die Wahlangebote von tagesschau.de und heute.de sowie mehrerer Landesrundfunkanstalten. Auch die im April gestartete NDR-Mediathek ist eine 4=1-Produktion.  Daneben steht mit Beiersdorf, Airbus, AOL, Jungheinrich, DESY und dem Storck-Verlag auch eine illustre Reihe Hamburger Firmen auf der Kundenliste. Mit Unterstützung der Innovationsstiftung Hamburg forscht die Firma derzeit an innovativen Multimedialösungen.

Links:

http://parlameter.zdf.de
http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=947
http://viergleicheins.de/

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28. Juni 2009

Böses Twitter macht Wahlforschung illegal (fast)

Gespeichert unter: data — joachimgo @ 5:02

Eine schräge Diskussion entspannt sich da um die so genannten Wahltagsbefragungen: Offenbar werden Zwischenergebnisse den Parteien schon am Nachmittag des betreffenden Wahltags bekannt gemacht (aha!), und nun befürchten dieselben Politiker, dass das zum Problem werden könnte, wenn sie selbst dieses Wissen über Twitter (warum eigentlich Twitter?) ausplaudern. Via Internet könnten dann Unentschlossene mobilisiert werden.

Ich gehe entgegen der Berichterstattung von Spiegel online und heise und anderen mal davon aus, dass MdB Wiefelspütz NICHT gesagt hat, dass dieselben Politiker deshalb über ein Verbot der Wählerbefragungen nachdenken sollten. Das wäre dann doch zu viel verlangt: Daten vorab bekommen, diese Vorzugsbehandlung zu einem Tun missbrauchen, das der Bundeswahlleiter als Größten Anzunehmenden Unfall bezeichnet, und dann auch noch nachdenken, das geht nicht zusammen.

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2. Oktober 2008

A Sankey diagram says more than 1000 pie charts

Gespeichert unter: infographics — joachimgo @ 11:01
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… sagen die Kollegen von ifu… Die Spezialisten für Stoffstromanalysen (Prozessoptimierung, Ökobilanzen und vieles mehr) haben eine ganze Palette von spezialisierten Software-Werkzeugen rund um Sankey-Diagramme am Start und bloggen zum Thema.

Also mal nachgedacht: Wo haben wir denn mit Stoffströmen zu tun? Wählerwanderungen (im tagesschau-Wahlflash unter Analysen, Chart 15-20) zum Beispiel – wie würden die als Sankey-Diagramm aussehen?

Die Gratis-Demo von eSankey von ifu runterladen und ausprobieren! Ein erster Wurf:


Kreisanordnung geht gar nicht – zu viel Überschneidung, keine klare Trennung von in und out, vor allem bei den dünnen Linien.
Also ein bisschen sortieren, wer gibt, wer nimmt, und top-to-bottom. Am meisten gibt die CSU, die Linke empfängt nur.

So siehts eigentlich schon ganz verständlich aus – braucht aber VIEL Platz… Und für mein Verständnis gibt’s immer noch viel zu viel Überschneidungen.

Bin gespannt, was ein Sankey-Profi draus macht…
Und „richtig“ wäre die Stoffstromdarstellung natürlich erst, wenn nicht nur die Wanderungen, sondern die tatsächlichen Wählerströme dargestellt würden. Absolute Wählerzahlen gibt’s hier: http://www.landtagswahl2008.bayern.de/taba2990.html

Im Bild fehlt noch eine Legende bzw. die Beschriftung der Pfeile. Die Pfeildicken skalieren proportional im Bereich von 10.000 bis 190.000 Wählern. Insgesamt verliert die CSU rund 800.000 Wähler, die Linken gewinnen rund 230.000 Wähler und waren letztes Mal noh nicht dabei in Bayern.

Bayern-Wahl

Gespeichert unter: infographics — joachimgo @ 10:30
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Vergleich der Forschungsinstitute

Vergleich der Forschungsinstitute

Zur Bayernwahl haben wir für das ZDF in unserem Wahl-Flashtool erstmals die Prognosen und Hochrechnungen der Forschungsinstitute verglichen. Man sieht, dass das am 19.9. vorausgesagte Ergebnis von der 18:00-Uhr-Prognose deutlich abweicht, die Prognose aber schon recht nah am Endergebnis liegt. Nur bei der FDP pendeln beide Institute mit ihren Hochrechnungen etwas unentschlossen und mit Abweichungen von fast einem Prozentpunkt ums tatsächliche Ergebnis.

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